Burg Henneberg - hamburg-poppenbüttel

Marienhof 8, 22399 Hamburg

 

Am Alsterlauf an der Poppenbütteler Schleuse in den 1880er Jahren als Nachbildung der thüringischen Burg(Ruine) Henneberg im Maßstab 1:4 durch die großbürgerliche Familie Henneberg inmitten ihres landwirtschaftlichen Gutsbetriebs errichtete historistische Höhenburg im Stil der Neogotik und die einzige „Burg“ der Hansestadt Hamburg.

Burg Henneberg, Hamburg-Poppenbüttel
Burg Henneberg, Hamburg-Poppenbüttel

Geschichte

 

Die Gemeinde Alstertal, seit 1867 Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein, hatte sich zwischen 1750 und 1850 vom einstigen Bauerndorf zum Gewerbestandort mit Kupfermühlen, einer Silberschmelze und einer Münzprägeanstalt entwickelt. Ab 1850 wurde die Wirtschaft des Dorfes Poppenbüttel zunehmend auf die Stadt Hamburg als Absatzmarkt ausgerichtet.

Ein Großteil der landwirtschaftlichen Fläche der Gemeinde Alstertal befand sich als Gutsbetrieb in Besitz der großbürgerlichen Familie Henneberg. Albert Henneberg ließ sich, dem gesellschaftlichen Trend der „Burgenromantik“ folgend, 1887 oberhalb des Stausees bei der Alster-Schleuse auf einem künstlich aufgeschütteten Felsenhügel einen Nachbau der südthüringischen Burg(Ruine) Henneberg im neogotischen Stil errichten.

 

Grund für die Wahl dieses einstigen Stammsitzes der gefürsteten Grafen von Henneberg als bauliches Vorbild war wohl schlichtweg die Namensverwandtschaft mit dem thüringischen Adelsgeschlecht. Die im späten 11. Jahrhundert entstandene mittelalterliche Burg Henneberg gehörte zu ihrer Blütezeit in der Mitte des 13. Jahrhunderts zu einer der weitläufigsten Wehranlagen Thüringens, diente als repräsentativer Herrschaftssitz und Verwaltungsmittelpunkt der Grafen von Henneberg, die zeitweise auch die Burggrafen von Würzburg stellten.

 

Die Miniatur-Burg inmitten des „Parks Marienhof“ wurde bis 1907 durch die Familie Henneberg als Archiv genutzt. Nach der Auflösung des landwirtschaftlichen Besitzes im Jahr 1930 kaufte die Stadt Hamburg 1942 die Anlage. In den folgenden Jahrzehnten drohte sie jedoch zu verfallen. Den Abriss verhinderte 1990 ein privater Investor. Im Jahr darauf wurde die Burg Henneberg zum Kulturdenkmal erklärt. Seit 2014 befindet sie sich in Besitz der gemeinnützigen Stiftung „Burg Henneberg“ und wird für kulturelle Zwecke, vor allem ausgewählte Musikveranstaltungen, sowie Theaterführungen und Familienveranstaltungen genutzt.

 

Hennebergpark, Hamburg-Poppenbüttel
Hennebergpark, Hamburg-Poppenbüttel

Besichtigung

 

Die Burg Henneberg ist nur im Rahmen von Veranstaltungen zugänglich, doch auch bei einem Spaziergang durch den Hennebergpark können von vielen Stellen Blicke auf das exponiert gelegene Bauwerk geworfen werden. Die pittoreske „Ritterburg“ besteht aus einem Hauptgebäude mit „Rittersaal“ mit Empore, der „Burgkammer“, einem zwölf Meter hohen Turm und einem kleineren Nebentürmchen. An der dem Alsterstausee zugewandten Seite verfügt sie über einen terrassenförmigen Vorbau.

 

Der leicht zur Alster hin abfallende, 3,5 Hektar große Hennebergpark, gehalten im Stil eines englischen Landschaftsgartens, wartet mit einem interessanten Aboretum auf. Etliche exotische Gehölze aus Europa, den USA, China und Japan können auf einem Spaziergang entdeckt werden und verleihen dem beschaulichen Burg-Park-Ensemble ein besonderes Flair.


 

Die Besichtigung ist im Rahmen von Veranstaltungen möglich.

www.burg-henneberg.de

 

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