Burg Loch - Nittendorf-Eichhofen

Burgweg, 93152 Nittendorf

 

Im 12.Jh. oder in der Mitte des 14.Jhs. durch das Ministerialengeschlecht der Herren von Rammelstein über der Schwarzen Laber zum Schutz eines Eisen-Hammerwerkes errichtete Höhen- und Höhlenburg.

Burg Loch, Nittendorf-Eichhofen
Burg Loch, Nittendorf-Eichhofen



Geschichte

 

Die sich in den am Burggelände aufragenden Felsen befindlichen Höhlen wurden bereits in der Steinzeit von Menschen bewohnt.

Im Hoch- oder Spätmittelalter erbauten die im Dienst der bayerischen Landesherren stehenden Herren von Rammelstein die heutige Burg und setzten zu ihrer Verwaltung Pfleger ein. Das Aussterben des letzten Rammelsteiners führte zu Erbstreitigkeiten, nach denen die Burg Wolf Heinrich Sauerzapf von Schönhofen zugesprochen wurde.

Gegen Ende des 16.Jhs. war Loch baufällig geworden und hatte mit dem Umzug Veit Philipp Sauerzapfs in die Hofmark Schönhofen seine Funktion verloren. Der Dreißigjährige Krieg beschleunigte den Verfall der Burg. 1714 wurde Loch an das Karthäuserkloster Prüll vererbt und überging nach dessen Säkularisation am Anfang des 19.Jhs. an den Staat Bayern, der die Ruine an die wechselnden Gutsbesitzer von Eichhofen weiter gab. In der zweiten Hälfte des 20.Jhs. wurden einige Sanierungsarbeiten an der Burg durchgeführt.

 

Burg Loch, Nittendorf-Eichhofen
Burg Loch, Nittendorf-Eichhofen

Besichtigung

 

Da die Ruine angeblich nur unzureichend gesichert ist, ist das Betreten der Burg nur eingeschränkt möglich bzw. erlaubt. Dennoch kommt man, halbwegs festes Schuhwerk und Schwindelfreiheit vorausgesetzt, auf schmalen Wegen an den Steilhängen recht gut an die Burg heran, die eine der beiden Höhlenburgen in Bayern ist.

Ein Tor an der Südseite des Geländes gewährte einst Zugang zum Burggelände. Die westlichen Ringmauern mit dem eingebauten runden Bergfried (zeitweilig bewohnbarer Haupt-, Wach- und Wehrturm) aus bruchsteinernen Quadern sind zum Teil noch erhalten. Die Ostseite wird von Kalksteinfelsen mit zwei einst bewohnten Höhlenräumen (die Haupthöhle war früher bruchsteinern ausgemauert und innen mit Holz verschalt) sowie einem Netz aus kleineren Nebenräumen begrenzt, die nicht betreten werden können. An die äußere Felswand der zweistöckigen Höhle waren ehemals weitere Gebäude angebaut, die Talseite sicherte eine hohe Mauer.

 

 

Die Burg Loch ist, da sie den seltenen Typ der Höhlenburg darstellt, eine interessante und sehenswerte Anlage. Von der einst wehrhaften Burg zeugt heute beinahe nur mehr der Bergfried, der inmitten der Wald- und Felslandschaft aufragt und an längst vergangene Zeiten erinnert.


 

Die Besichtigung ist eingeschränkt ganzjährig und jederzeit möglich.


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