burg randeck - essing

93343 Essing

 

Im 11.Jh. oder 12.Jh. auf einer vorspringenden Basaltkuppe am nördlichen Talrand der Altmühl durch die Herren von Randeck errichtete Höhenburg.

Burg Randeck, Essing
Burg Randeck, Essing

Geschichte

 

Anstelle der späteren Burg entstand bereits im 10.Jh. unter Herzog Arnulf I. von Bayern eine erste Befestigungsanlage zum Schutz gegen die Ungarn. Um 1200 befand sich die 1326 erstmals genannte Burg in Besitz der Grafen von Abensberg aus dem Adelsgeschlecht der Babonen (bzw. der Rottenecker Nebenlinie). Nach dem Aussterben der Abensberger Grafen überging sie 1485 an das Herzogtum Bayern, das 1529 Leonard von Eck mit Randeck belehnte. Nach Ott Heinrich von Schwarzenberg (1565) und Graf Alexius Fugger (1594) kaufte Herzog Wilhelm IV. von Bayern 1596 die Burg, tauschte sie jedoch mit seinem Vizekanzler Johann Wolf Freymann gegen das Schloss Mühlfelden.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1634 durch schwedische Truppen schwer beschädigt. Nachdem das Jesuitenkolleg Ingolstadt sie 1672 gekauft und Instand gesetzt hatte, fiel Randeck 1773 an das Kurfürstentum Bayern. 1776 erwarb der Malteserorden die Anlage, nach der Säkularisation überging sie 1803 an das Königreich Bayern. 1838 stürzte unter anderem der Bergfried ein, woraufhin Kronprinz Maximilian II. Joseph 1842 Teile der Burg wieder aufbauen ließ. Heute befindet sich die 1975 umfassend sanierte Ruine in Besitz des Marktes Essing.

 

Besichtigung

 

Im Südosten erstreckt sich das Areal der einst gut befestigten und über Wirtschaftsgebäude und großen Torbau verfügenden Vorburg.

Die Ringmauern der auf einem unregelmäßigen Grundriss stehenden trutzigen Hauptburg ragen an der Ost- und Südseite hinter einem winkelförmigen Halsgraben auf. In sie eingelassen ist das Haupttor mit einer Inschrift aus dem zweiten Drittel des 16.Jhs. mit einem Wappen der Herren von Eck. Es bietet Zugang in das Innere der Hauptburg, wo noch der fensterlose Hungerturm und in der Nordecke der aus der Zeit um 1300 stammende Bergfried (zeitweilig bewohnbarer Haupt-, Wach- und Wehrturm) erhalten sind, dessen oberstes Geschoss aus der Mitte des 19.Jhs. stammt. Einst verfügte Burg Randeck zudem über eine Kapelle, einen kleinen Wohnbau in der Südwestecke und einen Palas (Wohn- und Repräsentationsgebäude) an der Ostseite.


 

Die Außenbesichtigung ist ganzjährig und jederzeit, die Innenbesichtigung in den Sommermonaten nach Anmeldung möglich.

 

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