Château de Noirmoutier

Place d´Armes, 85330 Noirmoutier-en-l´Ile

 

Ab dem 12.Jh. errichtete Festungsanlage mit dominierendem Bergfried auf der südlich der Mündung der Loire im Atlantik gelegenen Insel Noirmoutier.

Festung Noirmoutier
Château de Noirmoutier

 

Geschichte

 

Die erste Erwähnung der Festung gibt es für das Jahr 830, als zum Schutz des Klosters Saint-Philibert und der Bevölkerung gegen Überfälle der Skandinavier eine Burg (damals nur eine einfache Motte/Turmhügelburg) errichtet wurde.

Im 12.Jh. erfolgte unter den Baronen von La Garnache der Ausbau der Burg. Unter Pierre IV. erbaute man den bruchsteinernen Bergfried im Zentrum des Burggeländes und legte eine Einfriedung mit Türmen um den unteren Burghof an.

Bis ins 17.Jh. hinein wurde die Burg immer wieder erweitert, z.B. 1690 um das am Beginn des Burghofes in den östlichen Festungswall integrierte Herrenhaus des Gouverneurs der Insel. Ab dem 16.Jh. wechselte Château de Noirmoutier häufig den Besitzer.

Die Burg war in ihrer Geschichte oft Schauplatz von Belagerungen und Angriffen. Während die Engländer im 14.Jh. und die Spanier im 16.Jh. damit erfolglos waren, schafften es die Niederländer, die Burg im Jahr 1674 einzunehmen. Im 18.Jh. kaufte Frankreich die Festung zurück, die während der französischen Revolution und den beiden Weltkriegen als Militärgefängnis diente.

 

Festung Noirmoutier
Château de Noirmoutier

Besichtigung

 

Die Besichtigung der mittelalterlichen Festungsanlage beginnt man am besten mit einem Rundgang auf der Burgmauer, auf der man einmal um den Burghof herum gehen kann und einen guten Blick über das Gelände von Château de Noirmoutier bekommt.

Besonders beeindruckend ist der im Norden der Festung stehende quadratische und dreistöckige Bergfried (zeitweilig bewohnbarer Haupt-, Wach- und Wehrturm), der die gesamte Festungsanlage beherrscht und nur über ein einziges Tor erreichbar ist. Der mächtige Turm besitzt zwei Türme und verfügt in jeder Ecke über einen Erker zum Ausschauhalten. Von diesen ehemaligen Wachplattformen aus bietet sich eine schöne Aussicht über die Insel Noirmoutier. Im obersten Stock kann man die ehemaligen Gemächer des Burgherrn besichtigen, zudem gibt es eine Kammer mit Folterinstrumenten zu sehen.

 

 

Der Bergfried als einstiges Symbol feudaler Macht ist auch heute noch überaus sehenswert und die Besichtigung führt für einige Stunden zurück in vergangene Jahrhunderte. Die Inselfestung zeugt immer noch von ihrer Wehrhaftigkeit und öffnet ein anschauliches Fenster in die kriegerischen Zeiten der europäischen Territorialbildung und Maßnahmen der Machtsicherung des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit.


 

Die Besichtigung ist von Mitte Februar bis Ende Oktober zu den Öffnungszeiten möglich.

Es muss Eintritt gezahlt werden.


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