Schloss Tatenhausen - Halle (Westfalen)

Schlossweg, 33790 Halle (Westfalen)

 

Von Alleen und Wassergräben umgebenes, in der heutigen Form in der Mitte des 16.Jhs. und 17.Jhs. auf zwei Inseln erbautes dreiflügeliges Wasserschloss im Stil der Weserrenaissance als Stammsitz der Barone und Grafen von Korff.

Schloss Tatenhausen, Halle (Westf.)
Schloss Tatenhausen, Halle (Westf.)



Schloss Tatenhausen, Halle (Westf.)
Schloss Tatenhausen, Halle (Westf.)

Geschichte

 

Um 1491 befand sich eine zweiflügelige Vorgängeranlage, Burg Hohberg, im Besitz des Ritters Berndt von Hoberg. Nachdem das Rittergut durch Heirat an Heinrich von Korff gekommen war, wurden um 1540 durch die Freiherren und Grafen von Korff auf Fundamenten des 14.Jhs. das Haupthaus und der erste Ostflügel mit Radzinnengiebeln und einem Treppenturm errichtet. Im letzten Drittel des 17.Jhs. ergänzte man das Schloss um den zweiten Ostflügel und den Turm. In der ersten Hälfte des 18.Jhs. wurde der Mittelteil im einfachen Barockstil umgebaut und der barocke Westflügel hinzugefügt. Schließlich entstanden in der Mitte des 18.Jhs. das Torhaus und die barocke Orangerie, ein ovaler Mittelbau mit Mansardendach und rechteckigen Seitenflügeln im östlich des Schlosses gelegenen Park.

Im 19.Jh. wurde in Tatenhausen ein Mineral- und Moorbad betrieben. In diesem Zusammenhang gestaltete man den das Schloss umgebenen Park im Stil eines Landschaftsgartens. Das Aussehen des damaligen Parks ist heute kaum mehr erhalten, von der Zeit als Heilbad zeugen jedoch noch ein Badehaus und ein Gast- und Logierhaus an der Versmolder Straße.

 

Schloss Tatenhausen, Halle (Westf.)
Schloss Tatenhausen, Halle (Westf.)

Besichtigung

 

Da sich das Schloss in Privatbesitz befindet, ist das Betreten des Geländes nicht möglich. Von den um das Areal herum führenden Spazierwegen aus kann man die überwiegend aus Sandstein errichtete und durch die umschließenden Gräften sehr idyllisch wirkende Anlage jedoch gut einsehen. Über das mit einem Dachreiter und Uhrturm versehene mehrstöckige Torhaus an der Westseite ist ein trapezförmiger Hof zugänglich, der im Westen und Osten von Wirtschaftstrakten gesäumt wird. An der Nordseite des Hofes steht das dreiflügelige Hauptgebäude mit einem kleinen, dem Wassergraben zugewandten Ehrenhof.

 

 

Die Mischung renaissancezeitlicher und barocker Bauelemente aus hellem Sandstein verleiht dem Wasserschloss in Kombination mit den es umgebenen Wassergräben eine repräsentative und zugleich beschauliche Atmosphäre, was die Besichtigung lohnenswert macht. Im Anschluss an den Rundgang um das Schlossgelände bietet sich ein Spaziergang durch den an das Schloss anschließenden Wald auf dem „Kulturpfad Laibachweg“ an.


 

Die Außenbesichtigung ist ganzjährig und jederzeit möglich.

www.tatenhausen.de


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