Schloss Wilhelmshöhe - Kassel

34131 Kassel

 

Im unteren Teil des Bergparkes Wilhelmshöhe auf einer Sichtachse mit dem Herkules gelegene und aus dem späten 18.Jh. stammende dreiflügelige Schlossanlage im klassizistischen Stil unter englischem Einfluss als Residenz der Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel.

Schloss Wilhelmshöhe, Kassel
Schloss Wilhelmshöhe, Kassel



Schloss Wilhelmshöhe, Kassel
Schloss Wilhelmshöhe, Kassel

Geschichte

 

Das Schloss befindet sich auf dem Areal des im ersten Drittel des 12.Jhs. entstandenen Augustinerklosters Weißenstein (das im Zuge der Reformation aufgelöst wurde) und eines Jagdschlosses im Stil der Renaissance, das bereits von Gärten mit Teichen und Laubengängen und später einem Lusthaus mit Grotte und Kaskaden umgeben war.

Das heutige Schloss wurde am Ende des 18.Jhs. unter Landgraf Wilhelm IX./Kurprinz Wilhelm I. von Hessen-Kassel errichtet. Während der napoleonischen Besatzung im ersten Viertel des 19.Jhs. diente Schloss Wilhelmshöhe als Residenz des Königs von Westphalen (Napoleons jüngerer Bruder Jérôme Bonaparte). Nach dem Zusammenbruch des von Napoleon gegründeten französischen Königreiches Westphalen kehrte der hessische Kurfürst Wilhelm II. zurück und erweiterte das Schloss durch eine Verbindung der beiden Flügel durch niedrige, gerundete Verbindungsbauten mit einem Mittelbau (damals noch mit Kuppel). Die Sympathisierung Kurfürst Friedrich Wilhelms I. von Hessen-Kassel mit Österreich (1866, im preußisch-österreichischen Krieg) führte zu dessen Inhaftierung durch das Königreich Preußen und dem Ende des Herrscherhauses von Hessen-Kassel. Danach war das Schloss bis 1918 eine Sommerresidenz der deutschen Kaiserfamilie und im Ersten Weltkrieg fungierte es als Hauptquartier der Obersten Heeresleitung.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss vor allem im Mittelbau zerstört. Ab der Mitte des 20.Jhs. erfolgten der Wiederaufbau des Gebäudes aus rotem Sandstein im vereinfachten Stil und die Einrichtung eines Kunstmuseums in Form einer Gemäldegalerie, die sich über den südlichen Weißensteinflügel (den ältesten Teil des Schlosses) mit den ehemaligen landgräflichen Räumen mit Mobiliar der hessischen Fürsten aus dem 18.Jh. und 19.Jh. und den nördlichen Kirchflügel erstreckt.

In der Nähe des Hauptgebäudes stehen vor dem nördlichen Schlossflügel im Kastanienwäldchen das 1810 errichtete klassizistische Ballhaus (das als Hoftheater diente) und das große, heute runde Gewächshaus als eine der ältesten Stahl-Glaskonstruktionen in Deutschland.

 

Bergpark Wilhelmshöhe, Blick vom Schloss Wilhelmshöhe auf den Herkules
Blick vom Schloss Wilhelmshöhe auf den Herkules im Bergpark

Besichtigung

 

Der Besuch des imposanten, aber nach dem Wiederaubau eher wenig prunkvollen Schlosses Wilhelmshöhe ist lohnenswert, denn das ehemalige landgräfliche und kurfürstliche Residenzschloss ist neben der historistischen Löwenburg wohl eine der wichtigsten Stationen im Bergpark. Aus Richtung Stadt kommend, empfiehlt es sich, zunächst den Schlosshügel hinauf zu steigen. Dabei bietet sich ein guter Blick auf die auf einer Anhöhe thronende, mächtige Anlage mit ihren drei Trakten. Durch zwei Tore in den Seitenflügeln kann man nun in den Schlosshof hinein gehen und bekommt von hier aus eine sehr schöne Aussicht auf den Bergpark, den an einem Teich gelegenen Apollo-Tempel und die den Hang zum Herkules hinauf führenden steinernen Kaskaden.

Schloss Wilhelmshöhe stellt (wie auch der Herkules) einen optimalen Ausgangs- oder Endpunkt für einen Spaziergang durch den weitläufigen, im Stil eines englischen Landschaftsparkes gehaltenen Bergpark dar. Eine Besichtigung sollte daher bei keinem Kassel-Besuch fehlen.


 

Die Besichtigung ist ganzjährig zu den Öffnungszeiten möglich.

Für das Museum muss Eintritt gezahlt werden.

www.wilhelmshoehe.de/schloss.cfm


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