Schloss Rosenborg - Kopenhagen

Oster Voldgarde 4A, 1350 København

 

Am Anfang des 17.Jhs. durch König Christian IV. als Sommerhaus errichtetes mehrtürmiges Lustschloss im niederländischen Renaissancestil und bis 1710 königliche Residenz.

Schloss Rosenborg, Kopenhagen
Schloss Rosenborg, Kopenhagen



 

Geschichte

 

Das aus roten Ziegelsteinen mit Dekorationen aus grauem Sandstein erbaute und mit schlanken Proportionen versehene Schloss entstand als Ausdruck der königlichen Macht Christians IV. vor dem Hintergrund der dänischen Auseinandersetzungen mit dem im Ostseeraum dominierend werdenden Königreich Schweden, der zunehmenden Macht des Adels, dem Aufstieg Dänemarks zu Kolonialmacht und der dänischen Niederlage im Dreißigjährigen Krieg.

Die Geschichte Rosenborgs beginnt im Jahr 1606 mit der Anlegung eines Lustgartens und wenig später eines zweistöckigen Sommerhauses, der heutigen Südhälfte des Schlosses, mit einem Turm, einem Torhaus und einer Zugbrücke auf mehreren vor den nordöstlichen Wällen liegenden Grundstücken. In den 1610er und 1620er Jahren wurde das nun um einen dritten Stock ergänzte Sommerhaus (um zwei Erker an der Ostseite) erweitert und ein Nordflügel gebaut, zudem fügte man drei Türme hinzu. 1624 entstand der große Turm an der Westfassade, mit dem das Schloss sein heutiges Aussehen erhielt.

König Frederik VI. war der letzte Herrscher, der Rosenborg als Residenz nutze. Um die Wende zum 19.Jh. hielt sich die Königsfamilie nur noch nach dem Brand des Schlosses Christiansborg und während eines britischen Angriffes auf Kopenhagen im Schloss auf. In der Mitte des 19.Jhs. überging das Schloss in Staatsbesitz und ist seitdem Aufbewahrungsort der Kronjuwelen, Herrschaftsinsignien sowie königlichen Waffen- und Rüstungssammlungen.

 

Schloss Rosenborg, Kopenhagen
Schloss Rosenborg, Kopenhagen

Besichtigung

 

Die Innenräume des Schlosses sind durch eine Ausstattung mit dunklen Holzverkleidungen und hellem Stuck geprägt und seit den 1830er Jahren ein Museum.

Im Kellergeschoss ist im Bereich des großen Turmes die Schatzkammer eingerichtet, in der z.B. das Krönungsschwert Christians III., das Oldenburger Horn, die Krone Christians IV., königliche Kopien der Statuten der absolutistischen Monarchie, die Herrschaftsinsignien und die Kronjuwelen zu sehen sind.

Im Erdgeschoss lagen ursprünglich die Wohnräume des Königs (im Norden) und der Königin (im Süden) mit einer zentralen Eingangshalle. Am besten erhalten ist aus der Entstehungszeit des Schlosses das Winterzimmer König Christians IV. mit einer hölzernen Wandverkleidung und einer Schreibstube im angebauten Turm. An das Winterzimmer schließen sich das von einer Stuckdecke überspannte Schlafzimmer Christians IV. mit einer unter Frederik IV. mit Kacheln versehenen Toilette und das Gartenzimmer (ursprünglich das Badezimmer Christians IV.) an. Der nächste Raum war früher mit dem benachbarten steinernen Gang verbunden und fungierte als Vorzimmer zwischen den Räumen des Königs und denen der Königin. Ab 1705 war es ein gemeinsames Schlafzimmer des Königspaares, auf das das unter Frederik III. mit Stuck versehene Marmorzimmer (ursprünglich das Schlafzimmer von Christian IV. Gemahlin Kirsten Munk) und die im späten 17.Jh. mit Wandteppichen versehene königliche Kammer (der Wohnraum von Kirsten Munk) folgen.

Zur Anfangszeit des Schlosses erreichte man über eine hölzerne Treppe den ersten Stock mit dem Ballsaal „Rote Halle“ im Süden und Audienzräumen im Norden. Heute sind hier Räumlichkeiten zu besichtigen, die von den auf Christian IV. folgenden Königen eingerichtet wurden. Erwähnenswert ist vor allem das nach dem Vorbild Versailles angelegte Spiegelkabinett von ca. 1700.

Im zweiten Stock erstreckt sich der prunkvolle „Rittersaal“ von 1624 mit einer reich verzierten Stuckdecke.

Das Schloss ist von ausgedehnten Parkanlagen (Kongens Have) umgeben, die ursprünglich im Stil der Renaissance ausgeführt waren und später barock verändert wurden. Das Areal wird im Wesentlichen durch zwei diagonale Lindenalleen, Rasenflächen und Blumenparterres gegliedert und beherbergt zahlreiche Parkarchitekuren.

 

 

In der im niederländischen Renaissancestil gehaltenen, ehemaligen königlichen Residenz sind die frühe Neuzeit und die absolutistisch geprägte Herrschaft Christians IV. bis heute gegenwärtig. Die sehenswerten Räume und Ausstellungsstücke laden dazu ein, für ein paar Stunden in vergangene Zeiten einzutauchen und einen Eindruck vom höfischen Leben zu erhalten. Anschließend kann man in den eleganten Gärten einige Zeit verweilen und die erhabene Atmosphäre des Lustschlosses genießen. Schloss Rosenborg ist neben Christiansborg und Amalienborg die wichtigste Schlossanlage in Kopenhagen und ihr harmonisches Ensemble von Lustschloss und Gärten ist überaus sehenswert.


 

Die Besichtigung ist ganzjährig zu den Öffnungszeiten möglich.

Für die Innenräume muss Eintritt gezahlt werden.

www.dkks.dk/english


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